„U Z M O – Huch – Ich kann zeichnen!“ – Mein erster Sketchnotes-Kurs

An einem Sonnabend bereits um 9 Uhr irgendwo erscheinen zu müssen, ist ja eigentlich schon die Höchststrafe, auch wenn es in dem Fall freiwillig war. Dennoch fiel mir das Aufstehen an diesem Tag nicht so wirklich leicht, zumal ich am Freitag leider erst spät ins Bett gefunden hatte. Aber entgehen lassen wollte ich mir diesen Kurs bei Ines, alias @pheminific auch nicht, denn am Ende würde ich stolze Trägerin des Seepferdchen-Abzeichens für Sketchnotes sein. Und so war ich pünktlich im Relaxa-Hotel an der Alster und traf dort auf sechs andere Teilnehmerinnen, die genauso neugierig darauf waren, was an diesem Vormittag passieren würde wie ich.

Mit Sketnotes bin ich beim Barcamp Hamburg im vergangenen Jahr das erste Mal in Berührung gekommen und war damals schon schwer begeistert von dieser Art, die Inhalte von Vorträgen festzuhalten. Aber auch ich hatte Bedenken, ob man mal so eben schnell das, was man hört, zeichnen statt mitschreiben kann. Diese Sorge nicht zeichnen zu können, wird einem von Ines schnell genommen. Sketchnotes sind keine Kunst, es geht nicht um darum, etwas besonders künstlerisch zu Papier zu bringen, sondern Worte durch leicht erkennbare Symbole und Piktogramme zu ersetzen. Und diese Symbole zu zeichnen ist gar nicht so schwierig, wie sich sehr schnell herausstellte.

Nach ein paar einleitenden Worten zum Thema Sketchnotes begannen wir auch gleich mit einem paar praktischen Übungen. Sehr schnell waren wir eifrig dabei, Container für unsere Texte und Pfeile, die sie verbinden, zu zeichnen. Dann kamen die ersten Symbole und schwups waren wir dabei Menschen zu zeichnen. Ines stand uns als Model für Bewegungen zur Verfügung und keine Teilnehmerin hatte Sorge, dass das nichts werden würde, denn wir wussten ja inzwischen, dass Ines nicht erwartete, dass sie sich am Ende auf unseren Zeichnungen wieder erkennen würde. Und dann ging es auf Symbol-Safari nach Wörtern und die Umsetzung in Symbole sowie die Realisierung in einer Sketchnote. Eines der Themen: Berufsunfähigkeitsversicherung. Und auch wenn nicht alles so aussah, wie wir es uns wünschten, so zeigte sich, dass der erste Schritt vom reinen Üben der Symbole zur praktischen Umsetzung gar nicht so weit ist. Und Ines beruhigte uns auch damit, dass ihre ersten Sketchnotes zunächst auch noch 80 % Text beinhaltet hatten.

Der Vormittag verging wie im Flug. Noch ein paar hilfreiche Tipps zu Stiften und Büchern sowie gute Tipps und praktische Beispiele zur Ergänzung aus dem Netz und schon war ein wirklich interessanter, lustiger und sehr lehrreicher Workshop vorüber und wir alle im Besitz des Sketchnotes-Seepferdchen-Abzeichens – eine wirklich süße Idee von Ines als Teilnahmezertifikat. Diesen Kurs kann ich wirklich jedem empfehlen, der nach einem praktischen Einstieg in das Thema Sketchnotes sucht. Und danach? Probieren und üben, Symbole wie Vokabeln lernen und so oft wie möglich einfach rumkritzeln. Sketchnotes machen Spaß – das hat Ines uns allen auf jeden Fall vermittelt und sie bringen einen auf ganz andere Gedanken. Dieser Samstag ging dann noch mit einer lustigen und sehr interessanten Kaffeerunde mit einigen Teilnehmerinnen weiter und ich glaube, keine von uns hat es bereut, so früh aufgestanden zu sein. Und mein nächster Praxistest steht auch schon vor der Tür: Das Barcamp in Stuttgart. Ach so, wer wissen möchte, auf was U Z M O hinaus läuft, muss schon am nächsten Workshop von Ines teilnehmen oder zumindest ihre Homepage besuchen.

Nur ein paar kleine Beispiele, was wir an dem Vormittag mit Ines so gemacht haben.

Nur ein paar kleine Beispiele, was wir an dem Vormittag mit Ines so gemacht haben.

Mehr zu Ines und Sketchnotes findet ihr hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.